Mail Icon KONTAKT

Was unsere Kunden sagen: University of Tromsø

Foto von der University of Tromsø Logo der University of Tromsø

„Das Härteprüfsystem ermöglicht... eine deutliche Steigerung des Probendurchsatzes...“

Der Kunde

Die University of Tromsø wurde 1968 gegründet und verfügt über einen modernen, technisch hoch entwickelten und gut ausgestatteten Campus. Die Universität ist eine internationale Institution, in der Forschungsarbeiten sowie wissenschaftliche und künstlerische Entwicklungen mit hohen Qualitätsstandards betrieben werden. Der Campus umfasst 14 Forschungszentren und zeichnet sich insbesondere durch seine Meeresstudien aus.

Die Einrichtungen für die Pflege der Mund- und Zahngesundheit im Norden Norwegens haben, verglichen mit dem Rest des Landes, einen weniger guten Ruf, hauptsächlich wegen des Personalmangels. Im Jahr 2002 beschloss daher das norwegische Parlament, einen Lehrstuhl für Zahngesundheitserziehung an der University of Tromsø (seit 2013 „The Arctic University of Norway“) einzurichten. Die Erziehung und Forschung im Bereich der Zahnheilkunde wird vom Fachbereich für klinische Zahnmedizin organisiert, der in die Fakultät für Gesundheitswissenschaften integriert ist. Bei diesem Fachbereich liegt die Zuständigkeit für ein Masterprogramm in Zahnmedizin, ein Bachelorprogramm für Zahnhygieniker sowie drei Lehrangebote und Forschungsaufträge im Postgraduiertenbereich. Die Forschungsarbeiten werden in Forschungsgruppen durchgeführt und der Fachbereich verfügt sowohl über Kooperationspartner innerhalb der Universität als auch über nationale und internationale Partner. Einige der Mitarbeiter befassen sich zudem mit der internationalen Normierung von Biomaterialien.

Beschreibung

Die Herausforderung

Der Fachbereich für klinische Zahnmedizin befasst sich mit der Erforschung von Biomaterialien zu zahnmedizinischen Zwecken (z. B. Zahnprothetik). Neue Polymertechnologien (z. B. im Bereich der Kunststoffe) sowohl für klinische als auch für kosmetische Zwecke werden in rasantem Tempo weiterentwickelt. Eine der wesentlichen Eigenschaften der in diesen Bereichen verwendeten Materialien ist die Härte. Aus diesem Grund hielt der Fachbereich Ausschau nach einem hoch entwickelten System zum Messen der Härte neuer Biomaterialien. Das System sollte internationale Messstandards bieten und die Durchführung mehrerer Prüfungen ermöglichen, und zwar ohne Beaufsichtigung durch Labortechniker, deren Zeit sehr kostbar ist.

Die Lösung

Der Fachbereich beschloss, die Entwicklungen im Bereich der Bildverarbeitung zu nutzen, um nach einer automatischen Mikro-Vickers-Härteprüfmaschine zu suchen. Man war sich im Klaren, dass ein vollautomatisches System zwei wesentliche Vorteile bieten würde. Zum einen hätten die Techniker mehr Zeit für die Durchführung anderer Prüfungen. Zudem würden die Ergebnisse nicht durch Bedienereinfluss verfälscht, so dass die Wiederholbarkeit und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse gesteigert werden könnte. Ferner war wichtig, dass sowohl die Vickers- als auch die Knoop-Härte bestimmt werden konnte. Von ganz besonderer Bedeutung war dabei, dass das Eindruckgewicht mit hoher Genauigkeit verwendet werden konnte.

Von mehreren führenden Herstellern von Härteprüfmaschinen wurden technische Angebote angefordert. Von Indentec wurde die Vickers-Härteprüfmaschine μZHV-A angeboten. Die Maschine des Typs ZHVμ-A, zu der die ZHμ.HD-Software gehört, zeichnet sich durch ihre benutzerfreundliche Bedienung sowie die extrem schnelle und zuverlässige automatische Fokussierung und Messung von Eindrücken aus. Darüber hinaus konnte Indentec UKAS-zertifizierte Kalibrier- und Messfunktionen anbieten, wie sie von anderen Anbietern nicht angeboten werden, sowie eine den Anforderungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) entsprechende Rückverfolgbarkeit. Da der Fachbereich auf eine unkomplizierte Installation und den störungsfreien Betrieb aus war, wurde die Installation durch einen nach UKAS zertifizierten Kalibrierungsingenieur von Indentec in das Angebot mit aufgenommen.

Ferner wurde beschlossen, dass als ausfallsicheres System eine Maschine mit doppeltem Lichtpfad angeschafft werden sollte, so dass auch manuelle Messungen mit traditionellem Okular durchgeführt werden konnten. Indentec stellte daher eine Härteprüfmaschine her, in deren Gehäuse eine Digitalkamera sicher untergebracht ist, und die über ein externes Okular verfügt.

Härteprüfmaschine in der University of Tromsø

Härteprüfmaschine ZHVμ-A von Zwick Roell Indentec

Das Ergebnis

„Das Härteprüfsystem ermöglicht es dem Fachbereich für klinische Zahnmedizin, eine deutliche Steigerung des Probendurchsatzes zu erreichen. Vorrangig aber können der wissenschaftlichen Gemeinschaft umfassendere Kenntnisse über moderne Biomaterialien vermittelt werden, die in der Zahnmedizin (und auch in der übrigen Medizin) verwendet werden“, so Professor (Biomaterialien) Ulf Örtengren.“

„Indentec und Zwick demonstrierten, dass sie die hohen Anforderungen der Biomaterialforschung sehr gut nachvollziehen können, und wiesen darauf hin, dass für das installierte Produkt sowohl technischer als auch Service-Support geleistet würde.“

Aktuelle Forschung

Der Fachbereich befasst sich derzeit mit der Forschung auf dem Gebiet der zahnmedizinischen Verbundkunststoffe. Bei dieser Arbeit soll die Härte von Proben unterschiedlicher Monomerzusammensetzungen dieser Materialien bestimmt werden. Ziel ist die Bestimmung einer Korrelation zwischen der Härte des Materials und dem Grad von dessen Umwandlung (wenn der Kunststoff während der Polymerisation alle seine Monomere in Polymere umwandelt).

Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, wurden während der Pilotstudie mindestens 200 Eindrücke gemessen. Die Möglichkeit der Automatisierung unserer Prüfungen ist uns sehr wichtig und hat uns sehr viel Zeit gespart. Nach Einstellung der Prüfparameter kann die Härteprüfmaschine fast ohne jede Beaufsichtigung arbeiten. Darüber hinaus erhöhen sich dadurch die Reproduzierbarkeit und die Wiederholbarkeit unserer Ergebnisse. Daher haben wir sehr konsistente vorläufige Forschungsresultate erzielt.

Zukunftsaussichten

Weitere Forschungsarbeiten zur Polymerisierung in der Zahn- und der übrigen Medizin verwendeter polymerbasierter Materialien sollen durchgeführt werden sowie Korrosionsprüfungen und eine Beurteilung der Veränderung der Oberflächenstruktur zahnmedizinischer Biomaterialien, die dem klinischen Umfeld vergleichbaren Situationen ausgesetzt werden.

Um Näheres zu erfahren, klicken Sie bitte auf Kontakt.